Die Sprache im Bogensport

Das Bild zeigt eine Wortwolke die das Problem Sprache im Bogensport symbolisieren sollDie fachkundigen Leser werden es kennen, die Neulinge werden es noch kennen lernen – leider.

Der Bogensport hat ein großes Problem. Innerhalb der Sprache im Bogensport gibt es für nahezu nichts einheitliche Bezeichnungen.

Dazu kommen unterschiedliche Maßsysteme und der ganz alltägliche Kampf zwischen Anhängern von technisch-physikalisch korrekten Beschreibungen und den Umgangssprachlern.

Hier kann man nur den Rat geben, sich selbst einen Gefallen zu tun und nicht in die Begrifflichkeitsfalle zu tappen. Man kann einen Vorgang auf viele Arten erklären. Das geht umgangssprachlich genauso gut wie mit einer technisch-physikalisch korrekten Abhandlung. Wichtig ist nur, dass am Ende verstanden wird, worum und wie es geht.

Damit das klappt, müssen sich alle darüber einig sein, dass sich der Bogensport auf die Verwendung bestimmter Begriffe und Maßeinheiten geeinigt hat. Das ist nicht immer logisch und oft auch ungewohnt. Es ist jedoch eine unabdingbare Voraussetzung, um überhaupt in einen Dialog treten zu können.

Die Maßeinheiten

Das Bild soll symbolisch das eher grobe Zollmaß symbolisieren.Tja, ob es uns nun gefällt oder nicht, im Bogensport werden Maße in Zoll (Inch), lbs und fps angegeben. In Deutschland wachsen wir mit dem metrischen System auf. Damit wurde früher in der Schule, später in der Ausbildung und heute im Beruf gearbeitet.

Ein Längenmaß in Zoll anzugeben, damit kommen die meisten von uns erst so richtig durch den Bogensport in Berührung. Klar, ein wenig kennt man Zollmaße von der Hosengröße der Jeans. Im Großen und Ganzen war es das aber auch. Und nun soll man plötzlich die Standhöhe am Bogen in Inch messen. Sehr ungewohnt.

Dazu kommt, dass Zollmaße im Vergleich zum metrischen System sehr grob wirken. Schaut man sich die Abstände zwischen den einzelnen Teilstrichen eines Zollmaßbandes an, denkt man eher an eine ungefähre Schätzung als an eine Messung.

Das Bild zeigt eine WaageEbenso wird es vielen mit der Zuggewichtsmessung ergehen. Wir sind gewohnt, ein Gewicht in Kilogramm anzugeben und nicht in lbs.

Ein Pfund hat für uns 500 Gramm und nicht 453. Nun, im Anglo-Amerikanischen Bereich ist das aber so. Sehr verwirrend – aber nicht zu ändern.

Auch bei den Geschwindigkeitsmessungen müssen wir umdenken. Im Bogensport werden Geschwindigkeiten in „fps“ gemessen. In „feet per Second“.

Da wir Entfernungen in Metern und Zentimetern messen, geben wir Das Bild zeigt einen TachoGeschwindigkeiten ganz selbstverständlich in km/h an.

Und wollen wir es bei den Entfernungen etwas genauer haben, nehmen wir Millimeter. Das Äquivalent bei den Geschwindigkeiten sind dann m/s.

Wobei das schon wieder ungewohnter erscheint, weil es im Alltag so selten gebraucht wird.

Nichtsdestotrotz können wir mit der Angabe 100,5 Meter pro Sekunde mehr anfangen, als mit 330 fps (feet per second).

Wie geht man am besten damit um?

Am einfachsten ist es, für sich selbst die bevorzugten Begriffe zu verwenden und in der Öffentlichkeit die offiziellen.

Zum Beispiel notiere ich alle Maße meines Bogens grundsätzlich in Millimetern. Spreche ich aber mit anderen Schützen oder poste in Foren, verwende ich selbstverständlich Zollmaße.

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