Compound Bogenpass

Warum ein Compound Bogenpass so wichtig ist!

Bogenpass CompoundbogenWenn die perfekte, persönliche Einstellung des Bogens einmal gefunden ist, gibt es nichts Ärgerlicheres, als durch eine Veränderung – ob nun gewollt oder nicht – den ursprünglichen Zustand nicht mehr herstellen zu können.

Auch beim Wechsel der Sehne und Kabel ist es wichtig, über alle Daten des Bogens zu verfügen, um ihn wieder in den Ursprungszustand versetzen zu können.

Zum Beispiel gibt es bei gleich bleibendem Sehnengarn nach dem Wechsel keinen Grund, das Visier verstellen zu müssen.

Wie ein fehlender Bogenpass jeden Spaß am Bogenschießen verdirbt

Nehmen wir an, wir haben uns eine neue Halbspinne für den Seitenstabi gegönnt. Also fix montiert und ab auf den Platz. Und oh Wunder. Die Gruppierung ist plötzlich größer und liegt rechts.

Was ist passiert?

Ganz einfach, die Winkel und damit die Gewichtsverteilung stimmen nicht mehr. Der Seitenstabi hat nämlich nur zwei Aufgaben.

Erstens gleicht er die Frontlastigkeit aus, die durch den Monostabilisator hervorgerufen wird. Zweitens – und das ist noch wichtiger – sorgt er dafür, dass der Druck der Bogenhand ausgeglichen wird.

Durch die neue Halbspinne steht der Bogen im Vollauszug nun anders und das hat natürlich Auswirkungen auf die Gruppierung.

Was tun?

Tja, jetzt gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder man schießt alles nochmal neu aus. Oder man schaut in seinen Bogenpass und liest einfach die Winkel und Abstände ab. Und schon passt wieder alles wie gewohnt.

Ernsthaftes Tuning ist ohne Bogenpass nicht möglich!

Tuning heißt testen

Und testen bedeutet Veränderung. Nur, was wenn diese nicht den gewünschten Erfolg bringt?

Dann muss man wieder zurück können. Und zwar von jedem nur denkbaren Punkt aus.

Das geht nur mit einem Bogenpass. Und gerade beim Compound, bei dem es so viele Maße gibt, lässt sich das nicht mal nebenbei auf mehrere Notizzettel kritzeln.

Tuning scheitert meistens aufgrund mangelnder Reproduzierbarkeit

Man kann es nicht oft genug betonen. Fast jeder Schütze kennt das. Nach einer Veränderung am Bogen schießt man plötzlich nicht mehr dieselben Ergebnisse wie zuvor.

Und nun? Woran liegt’s? Am Bogen oder an einem selbst? Wie soll man das nun herausfinden?

Indem man einfach den Compound wieder in die Ausgangslage vor der Veränderung bringt.

Beispiel Looplänge

Die Länge des Loops hat Auswirkungen auf den Sehnenwinkel und damit die Höhe des Peeps. Also haben wir eigentlich zwei Auszugslängen.

Einmal bis zum Nockboden und einmal bis zum Loopende. Kennt man dieses Maß nicht, wundert man sich vielleicht, warum der Anker sich nach dem Loopwechsel plötzlich so schwammig anfühlt.

Das kann einen wahnsinnig machen! Und die Fehlersuche ist zum Scheitern verurteilt, wenn man keinen Bogenpass hat.

Diese Daten gehören unbedingt in den Compound Bogenpass

Neben den selbstverständlichen Maßen wie Bogenlänge, Standhöhe, Auszugslänge und Zuggewicht gibt es eine Reihe von Maßen, die weniger bekannt – fürs tunen jedoch unverzichtbar sind.

  • Tiller oben und unten
  • Auszugslänge bis Nockboden und Loopende
  • Der Abstand vom Nockpunkt zum Peep
  • Der Abstand vom Peep zum Pfeil bei ausgezogenem Bogen
  • Die Einstellungen der Pfeilauflage
  • Die Gewichte, Winkel oder Maße der Stabilisation
  • Sehne und Kabellänge
  • Looplänge (geschmolzen oder ungeschmolzen)

Und vieles mehr.

Klar, es ist erst einmal eine Menge Arbeit, bis so ein Bogenpass ausgefüllt ist. Aber es lohnt sich. Versprochen!

Bild zeigt einen Download Schriftzug mit Pfeil, der für Downloads auf dieser Seite stehtHier findest Du ein vorläufiges Muster für Deinen persönlichen Compound Bogenpass.

 

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