Die Bogenlänge (AtA)

AtA = Achslänge

Wenn man von der Bogenlänge eines Compounds spricht, nennt man das AtA. Das ist die Abkürzung für „Axle to Axle“, also Achse zu Achse. Damit ist der Abstand von der Achse des oberen Cams zu der Achse des unteren Cams gemeint.

Gängige AtA Maße

Ein Compound hat in der Regel eine Achslänge zwischen 30 und 40 Zoll. Alles was sich darunter findet, sind Kinder- oder Jugendbögen und alles darüber Bögen für sehr große Schützen oder Schützen, die mit den Fingern lösen.

Welche AtA für welche Disziplin?

Früher galt die Regel, dass ein Targetbogen eine AtA nahe 40 Zoll haben und schwer sein sollte. Demgegenüber hat man bei Jagdbögen eher leichtere Modelle mit um die 30 Zoll AtA empfohlen.

Alles andere fand sich dann irgendwo in der Mitte ein. Die Argumentation für diese Empfehlung war einfach. Ein langer und schwerer Bogen verhielt sich träger als ein kurzer. Dadurch wurde der Zielvorgang bedeutend ruhiger als bei einem kürzeren Modell.

Das Bild zeigt ein älteres und ein modernes Compound Design im VergleichDas ist allerdings schon lange nicht mehr der Fall. Der Grund dafür ist konstruktionsbedingt. Schaut man sich ältere Compoundmodelle an, wird man feststellen, dass die Mittelteile – auch Riser genannt – kurz und die Wurfarme lang waren.

Darüber hinaus erinnerten die früheren Compounds von der Form her eher an Recurvebögen. Moderne Compoundmodelle haben mittlerweile lange Riser und kurze, parallele Wurfarme. Das macht sie schon von Haus aus träger.

Dazu kommt, dass man über die Stabilisation ohne weiteres einem kurzen Bogen das Verhalten eines langen Bogens „beibringen“ kann. Denn Gewicht alleine macht noch keine Zielruhe aus. Es kommt darauf an, wie und wo es verteilt ist.

Wenn man allerdings unbedingt die Länge des Bogens auf den Schützen abstimmen möchte, dann wäre der im Vollauszug entstehende Sehnenwinkel viel interessanter als die reine Bogenlänge. Dieser ergibt sich aus der AtA und der Auszugslänge des Schützen. Aber dazu an anderer Stelle mehr.

Bei Ata Angaben sollte man also immer darauf achten, von welchem Modell die Rede ist. Wenn der Bogen etwas älter ist und die für die damalige Zeit typische D-Form aufweist, kann es schon sein, dass er sich etwas nervös schießt.

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